- Woche 1 Windhuk -> Okavango Delta Omatako, Kalahari und Botswana
- Woche 2 Okavango Delta -> Sesriem Caprivi, Fish River Canyon und Namib
- Woche 3 Sesriem -> Etosha Sossusvlei, Swakopmund und Etosha
- Woche 4 Etosha -> Kapstadt Waterberg, Windhuk und Kapstadt
- Woche 5 Kapstadt Ankommen am Kap
- Woche 6 Kapstadt Tafelberg, Kap-Halbinsel und Stadtleben
- Woche 7 Kapstadt -> Hermanus/Gansbaai Whale Coast und Haikäfig
- Woche 8 Hermanus -> Storms River Kleine Karoo und Garden Route
- Woche 9 Storms River -> Coffee Bay Eastern Cape und Wild Coast
- Woche 10 Coffee Bay -> Margate Wild Coast Richtung KwaZulu-Natal
- Woche 11 Margate -> Durban Umkomaas und Durban
- Woche 12 Durban -> Bushlands St. Lucia und Zululand
- Woche 13 Bushlands -> Sodwana Bay Hluhluwe-Umfolozi und Sodwana
- Woche 14 Sodwana Bay -> Swaziland -> Bushlands Swaziland und Nordostküste
- Woche 15 Bushlands -> Lesotho -> Kapstadt Sani Pass, Lesotho und Rückflug
Woche 3, 07.12. - 13.12.: Sesriem → Swakopmund → Spitzkoppe → Etosha
Sesriem / Sossusvlei
Der Start in Woche 3 beginnt ganz übel. Aufstehen um 4.30 Uhr ist angesagt. Normal jagt man da noch nicht mal einen
Schakal aus dem Zelt, für einen B-Menschen wie mich eine ganz schlimme Angelegenheit. Das Ganze dient einem guten
Zweck: Nach schnellem Kaffee machen wir uns auf die 70 km nach Sossusvlei. Die Fahrt geht über eine
Asphaltpiste,
bei der man den Asphalt besser gleich ganz weggelassen hätte, dann gäbs da auch keine waschbeckengroßen Schlaglöcher.
Gerade noch rechtzeitig zum Sonnenaufgang erreichen wir
Dune 45. Die Nummer hat keine tiefergehende Bedeutung,
die Dünen im Nationalpark wurden einfach durchnummeriert. Der Aufstieg ist nicht halb so anstrengend wie der auf die
Elim-Dune und schnell abgehakt. So richtig beeindrucken kann mich der Ausblick allerdings nicht, der von der Elim-Dune
ist deutlich schöner. Nach kurzem Frühstück geht's weiter in die
Tonpfanne von Sossusvlei. Die letzten 5 km braucht man
auf jeden Fall Allrad, normale Autos haben hier keine Chance. Die Pfanne hat früher einmal Wasser geführt, bis
ihr irgendwann im Laufe der Zeit der Hahn abgedreht wurde. Da wir lange keine
Düne mehr erklommen haben,
holen wir das sofort nach,
was jetzt nach Sonnenaufgang schon etwas schweißtreibender ist als noch vor einer Stunde. Aber
der Weg lohnt sich,
bei einer Rast auf dem Dünengrat hat man mal wieder eine brilliante Aussicht über die
Dünenlandschaft.
Anschließend geht es in schnellem Spurt den steilen Abhang hinunter. Sandboarden
(Snowboarden auf Sand) muss hier ziemlich genial sein, ist aber verboten, seit sich hier ein Boarder bei einer
Schussfahrt tragischerweise das Genick gebrochen hat. Weiter geht's im Programm mit einem Spaziergang zum und durch das
Dead Vlei ("Totes Tal").
Hier stehen 800 Jahre alte, ziemlich tote Camel Thorn Trees (eine Akazienart),
die ihr Lebenslicht ausgehaucht haben, nachdem es das Wasser nicht mehr bis hierhin geschafft hat. Auch tot
ist das Tal jedoch sehr hübsch anzuschauen. Anschließend kehren wir nach Sesriem zurück und besichtigen noch den
recht überschaubaren Sesriem Canyon (der ebenfalls ein Gorge ist). Kein Vergleich mit Kings Canyon oder gar dem Fish
River Canyon, aber ganz nett, um ein bisschen auf den Felsen rumzukraxeln.
Sesriem → Swakopmund
Früh (wann sonst) verlassen wir am nächsten Morgen Sesriem und machen uns auf den langen Weg durch den Namib Naukluft
Park zur Küste. Kurzer Stop in Solitaire, was nicht
mehr als eine Tankstelle ist, auch wenn es in jeder Karte fett als
Ortschaft eingetragen ist. Nach 6 Stunden Fahrt über Schotterpisten, bei der uns auch ein paar wildlebende
Strauße, Springböcke und
Oryx begegnen, erreichen wir Walvis Bay ("Walfischbucht"). Zum
ersten Mal sehe ich hier Flamingos in freier Natur,
Hunderte Vögel tummeln sich in der flachen Lagune.
Nach weiteren 30 km Fahrt erreichen wir Swakopmund, unser heutiges Tagesziel. Swakopmund ist die Feriendestination für alle
Namibier, die einigermaßen Geld haben. Viele wichtige Persönlichkeiten und solche, die sich dafür halten, haben sich
hier ein Ferienhäuschen hingestellt. Auch für den Normaltouri gibt es tags wie nachts haufenweise Möglichkeiten zur
Freizeitbeschäftigung. Eine solche Beschäftigung ist das Quad-Biken, zu dem ich sogleich abgeholt werde. Nach kurzer
Einweisung und Eingewöhnung geht es in zackigem Tempo über die Dünen, Steilwandfahren inbegriffen. Ganz ungefährlich
ist das allerdings nicht, man sollte tunlichst nicht von der Maschine rutschen und sich von seinem eigenen Hinterrad
überfahren lassen. Auch das Verlassen der vom Guide vorgegebenen Route kann durchaus unangenehm werden, wenn man eine
2 m hohe Böschung übersieht und die Maschine dann mit dem Vorderrad im Sand vergraben endet. Ergebnis unseres 2 1/2
Stunden Trips: ein Bänderriss und ein gebrochener Arm bei zwei werten Mitfahrern. Allen anderen inkl. mir hat es aber
verdammt viel Spaß gemacht, kann ich nur empfehlen. Die anschließenden paar Bier bei der abendlichen Party im "Grünen Kranz"
(ja, der heißt genau so) haben wir uns redlich verdient.
Swakopmund → Cape Cross → Spitzkoppe
Der nächste Morgen beginnt endlich mal spät, erst um 9 Uhr werde ich zur nächsten Aktivität abgeholt, die ich genau
wie das Quad-Biken netterweie auf Pump bekomme, da ich ja immer noch mittellos bin. Auf einer nahe Swakop gelegenen
Düne geht's zum Sandboarden. Ich versuche mich zunächst mal in der Standup-Variante, bei der man sich ein Snowboard
unter die Füße schnallt und dann versucht, im Stehen den Hang runterzukommen. Runter geht's auch einigermaßen, aber
nach 30 sek Abfahrt ist der Spaß schon vorbei. Dann heißt es Board abschnallen und mühsam 10 Minuten wieder die Düne
hochlaufen, denn ein Buggy oder Quad, welches einen wieder rauf bringt, wird nicht zur Verfügung gestellt. Nett ist
dann immerhin die Lie-Down-Option, bei der man auf einem
Stück Spanplatte den Hang auf dem Bauch runterheizt. Bis
zu 80 km/h erreicht man auf diese Weise, ein irres Gefühl, wenn man dabei die Nase direkt über dem Boden hat.
Noch einmal Sandboarden würde ich allerdings nicht gehen, 90 % der Zeit ist man damit beschäftigt, die Düne
raufzulatschen. Das kann ich auch billiger haben.
Nachdem alle Aktivitätler wieder eingesammelt sind, geht die Fahrt weiter gen Norden
nach Cape Cross. Bei offenem Fenster ist schon von weitem nicht zu überriechen, was uns dort erwartet: eine Kolonie von
bis zu 70.000 Südafrikanische Seebären (Cape Fur Seals),
die hier jedes Jahr im Oktober und November ihre Jungen zur Welt
bringen. Diese Ohrenrobbenart ist zwar hübsch anzuschauen,
aber der Gestank ist einfach bestialisch. Gut, dass es noch kein Geruchsinternet gibt. Verstreut liegen tote Junge herum,
die entweder von Schakalen gerissen wurden oder
einfach verhungert sind, weil sie nach einem Ausflug ihre Eltern nicht wiedergefunden haben. Adoption ist unter Cape
Fur Seals unbekannt. Wir verlassen die Stinkkolonie und machen uns wieder auf ins Landesinnere. Über Schotterpisten
geht es zur 120 km entfernten Spitzkoppe.
Schon von weitem sieht man die Bergkette sich majestätisch aus der
ansonsten ebenen Wüste erheben. Die Landschaft erinnert mich spontan an die
Olgas im australischen Outback, die Felsen
glühen genauso rot in der untergehenden Abendsonne. Wir
schlagen unser Camp auf und begeben uns noch auf eine
Kletterpartie, um die gigantische Landschaft bei Sonnenuntergang zu genießen, was uns problemlos gelingt.
Dann gibt's wie üblich ein super Braai zum Tagesausklang, bevor in unserem Bushcamp ohne jegliche Facilities
(kein Wasser, kein Strom, keine sanitären Anlagen) Ruhe einkehrt.
Spitzkoppe → Khorixas
Der Folgetag beginnt um 7 Uhr mit etwas Frühsport. Wir
klettern zum
Bushman's Paradise hoch, einem Gebiet, in dem
es Jahrtausende alte Felsmalereien zu bestaunen gibt.
Leider sind jedoch die meisten Malereien durch Vandalismus
zerstört worden, sodass es nicht mehr viel zu bestaunen gibt. Die Aboriginal Art in Oz hat mich daher deutlich
mehr beeindruckt. Der Name "Bushman's Paradise" rührt daher, dass es in diesem Gebiet alles gab, was die einfachen
Buschmänner zum Überleben in der Wildnis brauchten: Wasser, dadurch auch viele Pflanzen, jede Menge Tiere, die hier
durchwanderten, sowie Höhlen und Überhänge, die ihnen Unterschlupf boten. Nach einstündigem
Spaziergang durch die schöne Felslandschaft verlassen
wir den Garten Eden und fahren über Uis und vorbei am Brandberg - mit 2573 m die höchste Erhebung Namibias - nach
Twyfelfontein. Ein Farmer soll diesen Ort so genannt haben, nachdem er feststellen musste, dass die hier vorkommenden
Quellen nur sehr sporadisch Wasser gaben, daher also "zweifelhafte Quelle" bzw. "Zweifelbrunn". Unzweifelhaft gibt es
hier sehr sehenswerte Felsgravuren, die die
Buschmänner vor Ewigkeiten in die Felsen geritzt haben. im Wesentlichen zeigen sie die Tiere, auf die die Männer
während der Jagd getroffen sind. Die Giraffe ist am häufigsten zu sehen, überraschenderweise jedoch auch Pinguine und
Robben, was zeigt, dass die Buschmänner auch durchaus bis zur 100 km entfernten Küste gewandert sind. Wir wandern
nicht, sondern fahren nach den Gravuren zum Brandberg,
dem "verbrannten Berg". Der Berg ist nicht wirklich in Flammen aufgegangen, wegen der unterschiedlichen Gesteinsarten
sieht das nur so aus. Was wir da wollen, ist mir jedenfalls schleierhaft, ein Haufen Schutt und Asche, nur für
Geologen interessant. Besser kommen da schon die Organ
Pipes, die wir auf dem Rückweg nach Twyfelfontein passieren. Diese Formation aus sechseckigem Basaltgestein sieht
tatsächlich so aus wie Orgelpfeifen, sehr hübsch. Unser
Camp schlagen wir abends neben einem zur Zeit ausgetrockneten
Flussbett auf, welches angeblich wilden Elefanten auch als Wanderroute dient. Behauptet Beanie zumindest,
ich weiß bis heute nicht, ob sie uns lediglich verarschen wollte. Als mitten in der Nacht ein ohrenbetäubendes Gejaule
direkt vor unserem Zelt losgeht, wende ich daher lieber die Vogel-Strauß-Politik an und ziehe mich noch tiefer in
meinen Schlafsack zurück. Bloss nicht den Kopf aus dem Zelt stecken. Wer kann auch schon bei Nacht einen Elefanten
von einem Esel unterscheiden ...
Khorixas → Etosha
Tag Numero 19 beginnt mit dem Besuch des Petrified Forest ("Versteinerter Wald"). Von Wald ist nicht viel zu sehen,
es handelt sich um ein paar auf dem Boden rumliegende
Baumstämme, die vor 300 Millionen Jahren durch Einlagerung
von Mineralien versteinert worden sind, wodurch der Zerfall zu Kohle verhindert wurde. Ganz nette Geschichte.
Interessant sind auch die
Welwitschien, die überall auf dem Gelände zu sehen sind. Diese in
Namibia endemische Pflanze kann steinalt werden - über 1000 Jahre. Nach dem nicht vorhandenen Wald geht es über Outjo
zum lang ersehnten Etosha Nationalpark, den wir gegen Mittag erreichen. Wir starten direkt einen "Game Drive"
(Wildbeobachtung vom Jeep aus) und sehen neben den allgegenwärtigen Springboks auch ein paar
Kudus,
Zebras und
Giraffen. Nun gehören Giraffen nicht
gerade zu den Big Five, aber für mich ist es das erste Mal, dass ich solche Tiere
in freier Wildbahn sehe, weswegen ich hin und weg bin. Es ist halt einfach eine andere Atmosphäre als in einem Zoo.
Die Hoffnung, dass wir hier auch nochmal Hippos und Büffel sehen können, zerschlägt Beanie direkt mit der Erklärung,
dass es beide hier nicht gibt, da es dafür in Etosha zu wenig Wasser hat. Nachdem wir unsere Zelte im
Okaukuejo Rest Camp aufgeschlagen haben, geht's direkt auf den nächsten "Game Drive". Und der hat es in sich. Direkt neben der
Hauptstraße lungern 11 Löwen rum, 2 Jungs und 9 Mädels,
die meisten stecken noch in den Kinderpfoten. Wir beobachten
sie 20 Minuten lang, aber sie sind doch eher träge und
bewegen sich kaum mal einen Meter. Nur für einen kurzen
Quickie zwischendurch bringt der
Rudelführer etwas
Energie auf, aber seine Angetraute wirkt bei der schnellen Nummer doch etwas lustlos. Irgendwie menschlich ...
Bei der Weiterfahrt sehen wir noch einen kleinen Querschnitt durch Afrikas Tierwelt: massig
Zebras und
Springboks,
einzeln herumstreunende Gnus,
Oryx-Antilopen,
sowie A-Hörnchen und B-Hörnchen. Vor allem an den
wenigen Wasserlöchern ist natürlich immer Hochbetrieb.
Ein paar Meter weiter tun sich ein paar Schakale und
Hyänen an einem
gerissenen Zebra gütlich. Gerade rechtzeitig, bevor
um 19 Uhr die Tore schließen,
sind wir zurück im Rest Camp und ich hocke mich direkt ans Wasserloch, um zu gucken, was da abends so zur Tränke kommt.
Das nächste Schwergewicht naht schon, ein Rhino stapft heran, um seinen Durst zu stillen. Kurz darauf erscheinen
5 Löwen und es entbrennt eine kleine Auseinandersetzung um die Vorherrschaft am Loch. Rhino und Löwen belauern sich und
immer wieder vertreibt der Dicke die dagegen fast schmächtig wirkende Konkurrenz. Eineinhalb Stunden schaue ich mir
das Treiben an, dann zieht's mich zum Dinner. Mittendrin beim Schmatzen dann plötzlich die Nachricht "5 Rhinos am Loch!".
Also zurück gespurtet und tatsächlich haben sich
5 der Kolosse da breit gemacht. Irgendwie ist das alles wie Kino für
mich, man hockt da hinter der Mauer mit 'ner Flasche Bier in der Hand und 30 m weiter gibt sich Afrikas Tierleben
ein Stelldichein. Mit Hochstimmung mache ich mich eine halbe Stunde später ins Bett.
Etosha
Unser frühmorgendlicher, zweistündiger Game Drive am nächsten Tag bringt keine neuen Erkenntnisse: Ein Löwe hockt faul
unter einem Baum, seine Freundin daneben. An den Wasserlöchern ist wieder am meisten los, alle haben sich versammelt, um
ihren Durst zu stillen, Kudus, Oryx-Antilopen,
Warzenschweine,
Giraffen,
Zebraherden,
Springboks, Gnus, usw. usw.
Nur einen Kollegen haben wir bisher noch nicht gesehen, nämlich Herrn Elefant. Nach dem Frühstück geht's auf die
lange, vierstündige Fahrt nach Halali, dem zentral gelegenen Rest Camp im Etosha. Es sind zwar nur etwa 40 km, aber wir
fahren natürlich jede Menge Umwege und im Schleichtempo, um nochmal die ganze Flora und vor allem Fauna Etoshas zu
bewundern. Große Zebraherden streifen durch die Steppen,
Streifengnus traben in Kleingruppen umher. Am Horizont
beobachten wir eine Giraffenfamilie, die in ihrem unnachahmlichen Wiegeschritt
durch die endlose Weite wandert. Wie
Spielzeugtierchen sehen die Zebras neben ihnen aus.
Oryx-Antilopen streifen durch den Busch und suchen Schutz vor der
heißen Mittagssonne. Kuhantilopen tapern über die Steppe
und suchen nach etwas Fressbarem. Schakale und
Hyänen streunen
durch die Gegend, immer ein Auge darauf, ob irgendwo ein Happen Fleisch für sie übrig bleibt. Gruppen von
Impalas äsen
direkt neben der Straße, immer auf der Hut, nicht Opfer eines Angriffs zu werden. Am
Etosha Lookout stoppen wir und
bewundern die riesige Etosha-Pfanne, eine gut 6000 km² große Lehmwüste mit hohem Salzgehalt - bretteben,
knochentrocken und weit und breit bis zum Horizont keine Erhebung zu erkennen. Bei Anblick dieser Wüste wird einem klar,
warum die hier lebenden Ovambos diese Gegend "Etosha" getauft haben, was soviel wie "großer, weißer Platz" bedeutet.
Ziemlich beeindruckend, man kommt sich so furchtbar klein vor.
Bei der Weiterfahrt spottet Beanie ein Chamäleon,
welches versucht, die Flucht ins Gebüsch zu ergreifen. Aber Beanie ist schneller und wir können den Namensgeber unseres Tour-Operators
von Nahem in Augenschein nehmen. Der heißersehnte
Elefant lässt sich jedoch auch bis Halali nicht blicken. Nach 90-minütiger Mittagspause in Halali geht's nochmal
3 Stunden auf Game Drive nach Namutoni, im Osten des Etosha Parks gelegen. Auf einer kleinen Nebenstrecke stoßen
wir endlich auf deutliche Anzeichen von Elefantenpräsenz: umgestürzte Bäume (die Olis
lieben die Wurzeln) und frischer Elefantendung. Und wie aus heiterem Himmel steht der größte Landsäuger der Erde
plötzlich vor uns, direkt neben der Straße, und
kaut ein paar Zweige. Er mustert uns kurz, kaut dann
genüsslich weiter und würdigt uns in der Folge keines Blickes mehr. Nach 10 Minuten macht er sich durchs Gebüsch davon. Äußerst gut gelaunt
treten wir die letzten Kilometer an, die noch viel Geflügel für uns bereithalten: Ein
einsamer Marabu steht sich
die Beine in den Bauch, Perlhühner und
Trappen watscheln über den Boden und
ein paar Strauße wagen ein kleines Tänzchen.
Toll sind auch die 2 Exemplare des seltenen Blaukranichs,
die wir leider nur aus der Ferne beobachten können. Am Abend erreichen wir Namutoni und auch hier geht's natürlich
direkt wieder ans Wasserloch. Im Gegensatz zu Okaukuejo ist hier aber absolut tote Hose. Nur eine Million Frösche
lärmen rum und quaken uns in den wohlverdienten Schlaf.