- Woche 1 Windhuk -> Okavango Delta Omatako, Kalahari und Botswana
- Woche 2 Okavango Delta -> Sesriem Caprivi, Fish River Canyon und Namib
- Woche 3 Sesriem -> Etosha Sossusvlei, Swakopmund und Etosha
- Woche 4 Etosha -> Kapstadt Waterberg, Windhuk und Kapstadt
- Woche 5 Kapstadt Ankommen am Kap
- Woche 6 Kapstadt Tafelberg, Kap-Halbinsel und Stadtleben
- Woche 7 Kapstadt -> Hermanus/Gansbaai Whale Coast und Haikäfig
- Woche 8 Hermanus -> Storms River Kleine Karoo und Garden Route
- Woche 9 Storms River -> Coffee Bay Eastern Cape und Wild Coast
- Woche 10 Coffee Bay -> Margate Wild Coast Richtung KwaZulu-Natal
- Woche 11 Margate -> Durban Umkomaas und Durban
- Woche 12 Durban -> Bushlands St. Lucia und Zululand
- Woche 13 Bushlands -> Sodwana Bay Hluhluwe-Umfolozi und Sodwana
- Woche 14 Sodwana Bay -> Swaziland -> Bushlands Swaziland und Nordostküste
- Woche 15 Bushlands -> Lesotho -> Kapstadt Sani Pass, Lesotho und Rückflug
Woche 14, 22.02. - 28.02.: Sodwana Bay → Matsapha (Swaziland) → Bushlands
Sodwana Bay → Swaziland
Etwas schweren Herzens verlassen wir nach 10 Tagen Sodwana Bay,
die Zeit bei Archie, Colin und Co. war schon sehr genial. Fünf Stunden Fahrt liegen vor uns, über die N2 gen Norden,
bis zur Grenze von Swaziland, wo die üblichen afrikanischen Ausreise- und Einreiseprozeduren auf uns warten: Erstmal
zum südafrikanischen Grenzposten, Ausreiseformular ausfüllen, Stempel in den Pass, durch die Schranke, rein in den
swaziländischen Grenzposten, Einreiseformular ausfüllen, Stempel in den Pass und durch die nächste Schranke. Geschafft.
Die EU hat schon was für sich. Weiter geht die Fahrt entlang der
Lebombo Mountains. Grüne Hügel und saftige Wiesen
prägen einen Großteil der Szenerie - irgendwie hab ich mir Swaziland anders vorgestellt, komme mir zeitweise vor
wie in den Voralpen. Schnell bricht die Dämmerung herein und schon in der Dunkelheit passieren wir Manzini und finden
nach langem Suchen (die Wegweiser sind in Swaziland relativ rudimentär) kurz hinter Matsapha unsere Bleibe für
die kommenden drei Nächte: Das "Swaziland Backpackers" ist ein klasse Hostel mit gemütlichen Aufenthaltsräumen, in
denen Hängematten zum Rumlungern einladen, erfrischendem Pool und bestens ausgestatteter Bar, an der wir den Rest des
Abends verbringen und ein paar Carling Black Label verdrücken, um das Einschlafen zu erleichtern.
Mantenga / Piggs Peak
Unseren ersten vollen Tag in Swaziland stopfen wir gleich mal mit Programm voll. Am Vormittag besuchen wir
Mantenga Cultural Village, das Gegenstück zum
Dumazulu Cultural Center in Bushlands. Entsprechend ähnlich sieht es hier aus,
ähnliche Rundhütten,
ähnliche Trachten, ähnlicher
Schmuck,
der zum Verkauf angeboten wird, ähnlich
unbequeme Betten und ähnlich akrobatische
Tänze, die
wir zum Abschluss unseres Besuchs noch bestaunen dürfen. Ob das Transportieren leerer Ölfässer
mit
den Zähnen auch zur uralten Tradition gehört, ließ sich leider nicht in Erfahrung bringen.
Nach dem Besuch des Dorfes schmeißen wir uns in unseren Fiesta und fahren gen Norden. Nachdem wir die Hauptstadt Swazilands, Mbabane, hinter uns gelassen haben, nehmen wir die kurvige Landstraße nach Piggs Peaks, einem kleinen Kaff irgendwo im hügeligen Nordwesten des Landes. Die Aussicht auf die umliegenden Berge ist wirklich toll, wenn auch sicherlich kaum halb so beeindruckend wie die Schweizer Alpen. Eigentlich wollen wir uns auch die Phophonyane Falls angucken, ein Wasserfall einige Kilometer nördlich des Ortes, jedoch liegen diese inmitten eines Naturreservats, für das man Eintritt berappen muss, was sich aufgrund der schon recht fortgeschrittenen Zeit, zu der wir dort ankommen, nicht mehr lohnt. Also rücken wir nach kurzer Pause unverrichteter Dinge wieder ab und düsen zurück ins Hostel, wo wir uns ähnlicher Aktivitäten wie am Vorabend hingeben.
Hlane National Park
Tag Nummer zwei in Swaziland steht ganz im Zeichen des Royal Hlane National Parks, im Nordosten des Landes gelegen. Wir
müssen also einmal quer von West nach Ost durchs Ländle - angesichts der 120 km West-Ost-Ausdehnung keine große Sache.
So stehen wir morgens um 9 Uhr schon im Besucherzentrum des Parks auf der Matte. Eigentlich
wollen wir auf eine geführte Tour, da die interessanten Teile des Parks mit Löwen und Elefanten nur geführt und mit
Allrad zu erreichen sind. Leider müssen wir jedoch erfahren, dass die nächste verfügbare Tour erst heute Abend
stattfindet. Flugs melden wir uns an und fahren noch zwei Stündchen auf eigene Faust durch den Park, aber so arg viel
kriegen wir nicht vor die Kamera. Ein paar
domestizierte Strauße
und ein Mistkäfer, der stilecht seine Partnerin auf einem Kackball durch die Gegend rollt, sind schon das höchste der
Gefühle. So düsen wir zurück ins Hostel und verbringen den Tag entspannt am Pool, bevor es abends wieder zurück nach
Hlane auf unsere Dämmerungstour geht. Von dem höhergelegten Jeep aus sieht die Welt doch schon ganz anders aus, der
Überblick über die hohen Gräser hinweg ist natürlich viel besser als aus unserem tief liegenden Fiesta heraus. Schon
bald treffen wir auf ein
Löwenrudel,
welches direkt neben der Straße liegt und uns
uninteressiert ignoriert.
Nicht weit entfernt stapft uns ein Elefant
vors
Auto auf dem Weg zum nächsten Wasserloch, an dem er erstmal
seinen Durst stillt. Der Guide
bedeutet uns, absolut still zu sein, denn Elefanten sehen ziemlich schlecht und können angeblich nur sich bewegende
Objekte gut wahrnehmen. Ein still stehendes Auto wird dagegen mehr oder weniger für einen Teil der Landschaft gehalten
und in Ruhe gelassen. Gut zu wissen für die nächste Begegnung mit den Dickhäutern. Nachdem wir dem Kollegen lange genug
bei seinen
Wasserspielen zugeschaut haben, fahren wir zu einem
See, in dem sich ein paar Hippos aufhalten. Heute ist es ziemlich genau einer, den wir von einem zusammengezimmerten
Versteck aus beobachten. Die Dunkelheit bricht hier schnell herein und so geht es schon in stockdunkler Nacht zurück zum
Besucherzentrum. Am Horizont zucken Blitze durch die Nacht und das dazugehörige Gewitter begleitet uns mit prasselndem
Regen den ganzen, anstrengenden Weg zurück nach Matsapha. Anstrengend deswegen, weil der Straßenverlauf in Swaziland
größtenteils schlecht bis gar nicht markiert ist. Bei Dunkelheit und Dauerregen ist es daher ziemlich leicht, an der
nächsten Kurve geradeaus zu fahren, was weder im Sinne unseres Autovermieters noch unserer Zeitplanung ist. Daher
zuckeln wir teils mit Tempo 30 zurück ins Hostel. Die Black Label haben wir uns heute redlich verdient ...
Swaziland → Bushlands
Kaum angekommen, geht es an Tag drei auch schon wieder raus aus Swaziland. Am Vormittag besuchen wir aber zunächst noch
das "House On Fire", in dem eine
Mischung aus afrikanischer und zeitgenössischer Kunst präsentiert wird. Regelmäßige Ausstellungen und Veranstaltungen
gehören ebenso zum Programm wie
wildes Tierleben hinter dem Haus. Gegen
Mittag machen wir uns auf den Weg, den wir vor drei Tagen gekommen sind: zurück auf der N2 gen Süden, bis nach Bushlands,
wo wir erneut eine Nacht im Isinkwe verbringen - die Bacardi Breezer an der Bar sind einfach zu verlockend.